Morten Harket's behavior during the concert at O2 arena

  • Hi, I went yesterday to the unplugged concert at the O2 arena. That was my first A HA concert and I'm curious to know the reason why Morten Harket didn't communicate with the audience. He just stood with such glasses and sang (and he did it very well...) while one of the other band members made all the connection talks between songs. I'd be happy to some explanations if there are any...

  • That´s a good question and a often mentioned issue in german newspapers after those concerts.
    You can find two different type of opinions about that.
    The one kind of people do understand his behaviour and is protecting it against all kind of critisimn.
    the others (to which I belong) it is a little bit more of not understanding.....
    I know that Morten is not a person who is going to have a lot of communication on the stage and as I seen over 50 concerts of a-ha, I have a quite good feeling for what is going on and what not.
    He will never be a real "stage person" in the sense of beeing an entertainer.
    But in my opinion, he is getting more worse in that the older he gets. He is loosing the rest of his communication abilities at all, and if nearly every newspaper is referring to he "kind of meditation" - something is not quite right.
    the more he is getting in contact with the sound engineers to his left, the more he looses the connection to the front, sometimes it seems that he don´t even recognise that there are people in front of him.
    I know that he is a perfectionist, that he wants to deliver always at his best, what becomes more and more harder with getting older (natural thing).
    But with all that perfection you destroy your possibility for just enjoy yourself. And for me - as a concert attendee - my first goal is to see something "live", not to listen to a perfect CD.
    What you get is a quite perfect musical presentation, with nothing unplanned and with a quite perfect voice. That´s not bad, don´t get me wrong. But it´s boring, or could be boring. As I tend to visit more concerts from the same tour in the past.....it´s getting more and more boring to me, because the older they get the more they are loosing any unplanned moments.
    To say it positive: a-ha have wonderful music and a huge talent for writing and composing songs, that is why they are such successful, still. It´s only working because of that. If they now would only use 5% of personal investment and communication and joy in their live concerts, their success-rate could be such great! you can see it quite simple, Morten only have to smile to some ladies and do say some couple of words and have to made them feel that he is a part of the whole concert and you will see a big difference, I am sure.
    So after all, it makes me quite disapointed how un-economic they use their chances....it could have done so much better, which less effort!

    Answers are death, questions are life
     (M. Harket, 15. September 2007)

  • Ehrlich gesagt, ich glaube nicht, dass er seine kommunikativen Fähigkeiten verliert. Es ist ja noch nicht lange her dass er seine Solo-Tour hatte, und da war er deutlich kommunikativer. Bei The Voice Norge mussten sie ihn auch eher bremsen, dass er mal aufhört zu reden, wenn die Sendung zuende ist...


    Ich glaube eher, es ist ein Mix aus "ich kann hier nicht für uns alle drei sprechen" (also dieses Glatteis-Gefühl dass die drei untereinander zu haben scheinen, wo man immer sehr aufpasst was man sagt, dass er vielleicht auch nicht alle Aufmerksamkeit als Frontmann auf sich ziehen will weil das vielleicht die anderen verärgern könnte) und "ist mir wurscht, ich bin kein Entertainer und die alten Fans wissen das auch, und wem es nicht passt dem kann ich auch nicht helfen". Und der zweite Teil, diese Wurschtigkeit, die nimmt vermutlich tatsächlich mit dem Alter zu. Nach drei Jahrzehnten auf der Bühne gibt es sicher nicht mehr viele Leute, die einem noch sagen können wie man es "richtig" macht.

  • @Falbala, das was du sagst, stimmt schon. Macht aber die Gesamtaussage noch schlimmer.
    Ja, Morten kann kommunizieren, sehr gut sogar. Solo, in anderen Formaten etc. Er kann sich sogar in der Kommunikation verlieren, da er Dinge sehr umschweifend erzählen kann ;-)
    Er kann und tut es aber immer weniger mit a-ha. Und warum? Diese Frage ehrlich zu beantworten ist wohl für die meisten nicht so gerne gesehen.
    Für mich hat das nichts mit "ich kann hier nicht für alle drei sprechen" zu tun, so überhaupt nichts, denn er soll ja keine Wahlkampfrede halten.
    Es geht mir auch überhaupt nicht um Worte als solches, er kann von mir aus auch noch 5x "thank you all" sagen. Kommunikation geht auch non verbal, durch Körpersprache. Durch die Vermittlung des Gefühls, dass er Teil des ganzen ist & dabei SPASS hat. Das wird mir derzeit eher weniger vermittelt. Enthusatisch war da noch nie jemand, und den gleichen Vorwurf kann man auch Paul machen im Übrigen. Nur bei dem akzeptiert man es irgendwie mehr, weil es noch nie anders war und er auch nicht der Frontman ist. Das ist der Sänger nun einfach mal, bei jeder Band. Ich weiß, dass man in dem Punkt bei a-ha noch nie viel erwarten konnte und niemals können wird, das ist gar nicht der Punkt für mich. Musikalisch sind sie unschlagbar (für uns alle) und das ist erstmal die Hauptsache, unbestritten. Aber die transportierte Stimmung auf den Livekonzerten wird für mich immer weniger. Und es macht mich traurig, denn es wäre sooooo einfach mit sooooo wenig ein bisschen mehr zu erreichen. Dazu müsste sich glaube ich keiner verbiegen oder zum Robbie Williams auf der Bühne werden. Ich rede von absoluten Kleinigkeiten, die bereits einen großen Unterschied machen würden. Und ich rede vom Gefühl, dass ich denke, den Menschen auf der Bühne macht Spass, was sie da tun, und sie sind ein "Teil dieses Abends" und spielen nicht ein Programm runter.
    Man möge sich mal alte Livemitschnitte anschauen und kann beobachten, was sich da im Laufe der Zeit an Körpersprache deutlich verändert hat!

    Answers are death, questions are life
     (M. Harket, 15. September 2007)

  • Das hier angesprochene „warum“ hat sich mir leider noch nicht erschlossen.
    Dass das Programm nur heruntergespielt wird, empfinde ich nicht so, dann wäre dieser Perfektionsanspruch nicht notwendig.
    Die berühmten Technikschwierigketen waren auf dem von mir besuchten Konzert in HH sehr lange zu vernachlässigen, bei HHAL und TSASOTV war es dagegen schon recht arg (die Geste nach links „Hand durchschneidet Kehle“ mehr als deutlich.....), danach lief es wieder.
    Mir fehlt aber ebenfalls das Gefühl, dass es den Musikern Freude bereitet, für das Publikum zu spielen. Für mich ist diese Freude auf der DVD aus Giske deutlich zu erkennen, auf dem Konzert in Hamburg wiederum weniger, das gilt jedoch für alle drei, sehr konzentriert, wenig zu erkennende Freude.
    Und ich gebe euch recht: wie einfach wäre es, das Publikum noch mehr zu begeistern. Mortens kleine Ansprache vor SOTF wurde ja geradezu umjubelt, er konnte sogar witzig sein (s. YOUTube). Alleine das frühzeitige Ablegen der Lederjacke wurde ja schon begeistert aufgenommen.
    Ich empfinde Konzertkritiken aber nicht als gelungen, wenn 3/4 des Textes sich nur mit diesem Thema befassen und in den letzten zwei Sätzen zu lesen ist: musikalisch war es brilliant und das Publikum war begeistert. Das trifft es dann doch nicht!
    In diesem Zusammenhang auf der Suche nach dem WARUM: WARUM reicht an manchen Abenden die normale Brille (puh, zum Glück war HH sonnenbrillenbefreit), warum wurde diese an anderen Abenden benötigt? Alleine ein Accessoire?
    By the way: wenn ich nach so vielen Jahren wählen darf zwischen musikalischer Perfektion gepaart mit wenig Interaktion und drei Rampensäuen, die nicht spielen können, dann soll es so bleiben wie es ist.
    Klar, besser geht immer :zwinker:

  • @Frauke ich gebe Dir ja recht, dass es wirklich nur sooo wenig brauchen würde... er muss ja nur einmal ins Publikum lächeln, seine Jacke ausziehen oder die Brille absetzen...


    Allerdings, wenn man ehrlich ist, hat es ja auch etwas ziemlich albernes, dass ein Publikum im besten Midlife-Crisis-Alter zu johlen anfängt, nur weil ein Sänger knapp vor der sechzig, der noch dazu schlecht sitzende Hosen trägt, die Brille herunternimmt oder die Jacke auszieht. Mit der Musik hat das jedenfalls nichts zu tun, sondern das ist Popstar-Cirkus (so unterhaltsam, wie es auch ist - nicht, dass mir das kein Vergnügen bereiten würde). Und ich denke, genau deswegen hatte er speziell diesmal einfach keine Lust darauf. Ich war nur in München, insofern kann ich nicht vergleichen, aber als er seine Jacke ausgezogen hat, hatte ich den Eindruck er hat das so schnell und beiläufig gemacht, dass die Leute gar keine Zeit hatten zu johlen. Ich glaube schon, dass das bewusst so war. Sie haben sichtlich sehr großen Wert darauf gelegt, dass es musikalisch so gut wie nur möglich werden sollte und ich denke sie wollten eine Stimmung erzeugen, bei der die Musik im Mittelpunkt steht. Im Grunde war es ja fast wie bei einem klassischen Konzert - am Anfang und am Ende gibt es Applaus für den Dirigenten und das Orchester, aber dazwischen hat das Publikum still zu sein und zuzuhören. Man durfte ja nicht einmal aufstehen und mittanzen, die Handys sollten in der Tasche bleiben und die Ordner haben streng aufgepasst dass alle sich dran halten.


    Deswegen hätte er trotzdem mal was sagen oder ins Publikum lächeln können, schon klar, und ich hätte das auch schön gefunden. Deswegen war es aber trotzdem ein schönes Konzert, und ich habe tatsächlich mehr auf die Musik geachtet (achten können) als sonst.


  • By the way: wenn ich nach so vielen Jahren wählen darf zwischen musikalischer Perfektion gepaart mit wenig Interaktion und drei Rampensäuen, die nicht spielen können, dann soll es so bleiben wie es ist.


    Bei dieser sehr schwarz weißen Auflistung wähle ich allerdings auch klar die musikalische Perfektion. Wohl jeder tut das ;-)
    Ne Rampensau will ich gar nicht, werden wir auch niemals bekommen, würde auch gar nicht zu ihnen passen.
    Es geht vielmehr um Kleinigkeiten.
    Und das warum wird für mich (persönliche Meinung, ich sage es gerne nochmal dazu) beantwortet durch: Perfektionismus gepaart mit steigendem Alter und immer schwerer werden halten des Perfekten, zumindest gesanglich, was wohl normal ist. Zudem mit der Erkenntnis, dass das Verhalten bei a-ha ein anderes ist, als z.B. Solo. Da geht's ja auch besser mit der Kommunikation. Das "Warum" zu beantworten ist wohl schwerer und eine Kombination aus vielerlei Gründen und mit Sicherheit auch Gründen, die wir eigentlich gar nicht hören/kennen möchten ;-)

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     (M. Harket, 15. September 2007)

  • Allerdings, wenn man ehrlich ist, hat es ja auch etwas ziemlich albernes, dass ein Publikum im besten Midlife-Crisis-Alter zu johlen anfängt, nur weil ein Sänger knapp vor der sechzig, der noch dazu schlecht sitzende Hosen trägt, die Brille herunternimmt oder die Jacke auszieht. Mit der Musik hat das jedenfalls nichts zu tun, sondern das ist Popstar-Cirkus

    Das gebe ich dir Recht, das ist auch nicht die von mir angesprochene Kommunikation ;-)
    Die Reaktionen auf seine Präsenz waren allerdings schon immer so, dazu kann er wohl auch 70 werden.
    Und gerade deswegen sage ich ja: es wäre sooooo einfach durch ein bisschen mehr aktive, nach vorne gerichtete Körpersprache etwas zu verändern. Für alle.
    Dazu muss er sich nicht ausziehen ;-)

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     (M. Harket, 15. September 2007)